Wenn ein Sylter den Bruder im Spreewald besucht

Moin Moin!

Seit einer Woche bin ich nun wieder auf der Insel und die Ostertage liegen auch schon wieder hinter uns. Wettertechnisch hatte die letzte Woche so einiges zu bieten und reichte vom Sturmtief bis zu den ersten Frühlingstagen. Zu Ostern war die Insel wie in jedem Jahr mehr als gut besucht und die Ostertage sind für uns eine Art Saisoneröffnung auf Sylt und der erste Prüfstein auf dem Weg zur Hauptsaison. Auch in diesem Jahr habe ich mir mit meiner Frau ein paar Tage Urlaub gegönnt und wir haben nach vielen Jahren mal wieder meinen Bruder im Spreewald besucht. Für mich ist Sylt einer der schönsten Flecken der Erde, doch ich muss gestehen, dass es mir der Spreewald ebenfalls sehr angetan hat. Wenn ich eine Region in Deutschland für einen tollen Urlaub empfehlen sollte, dann würde auf jeden Fall die Region Spreewald als Tipp dabei sein.

Morgens um 7 Richtung Spreewald

Die Anreise per Bahn von Westerland nach Lübbenau

Der Wecker klingelte morgens schon um halb sechs und nach einem kurzen Frühstück brachte uns der Nachbar zum Bahnhof nach Westerland. Von dort nahmen wir um 7.22 Uhr die NOB Richtung Hamburg HBF und der Zug war auch zu dieser frühen zeit schon sehr gefüllt. Über Hamburg ging es dann mit dem ICE im Eiltempo nach Berlin. In Berlin mussten wir dann noch mal Umsteigen und nach einer knappen Stunde erreichten wir unser Ziel den Bahnhof Lübbenau. Allein die Anreise ist schon ein Highlight und man merkt von Kilometer zu Kilometer, wie sich die Landschaft verändert. Eben noch in der Hauptstadt findet man sich plötzlich in einer einzigartigen Natur. Die Anreise per Bahn ist mit über 7 Stunden zwar recht happig, aber dafür auch deutlich entspannter als mit dem Auto.

Vom Bahnhof in Lübbenau mitten in den Spreewald

Spreewald: Grundstücke direkt am Wasser

Mit den Koffern im Schlepptau ging es aus der Regionalbahn und am Ende des Bahnsteigs stand schon unser “Empfangskomitee” in Person von Bruder und Schwägerin. Nach einer kurzen und herzlichen Begrüßung ging es dann direkt weiter nach Lübben. Lübben ist ein kleines Spreewalddorf, wie man es sich vorstellt und von zahlreichen Bildern kennt. Wer noch keine Vorstellung vom Spreewald hat, dem empfehle ich die Fernsehserie “Spreewaldkrimi”. Auf dem weg zur Unterkunft bekommt man direkt einen ersten Eindruck vom leben im Spreewald. Genauso wie auf Sylt steht auch im Spreewald das Element Wasser im Mittelpunkt. Wo man auch hinschaut sieht man kleine wasserarme oder auch einen Naturhafen wie an unserer Unterkunft. Lübben hat von diesen Naturhäfen ganze 5 und wird auch als das grüne Venedig bezeichnet. Kähne wiegen sich im Wasser und Kapitäne warten auf Gäste für die nächste Kahnfahrt  durch das Biosphärenreservat Spreewald. Wer den Spreewald besucht, für den sollte eine Kahnfahrt zum Pflichtprogramm gehören und man kann die Region am besten vom Wasser aus erkunden.  Für welche Art von Kahnfahrt man sich entscheidet, ist je nach Geschmack verschieden. Im Winter sind zb die Glühweinfahrten sehr beliebt und im Sommer wird die Erlebniskahnfahrt sehr gerne gebucht.

Für Radfahrer ist der Spreewald ein Paradies

Wer seine Freizeit gerne an Land verbringt, für diese Gäste bietet der Spreewald jede Menge Abwechslung. Wir haben uns an 2 tagen für eine Radtour entschieden. Das Radwegenetz ist sehr gut ausgebaut und man findet sich Dank der Beschilderung auch sehr gut zu recht. Wir sind einige Kilometer auf dem Gurkenradweg gefahren und dies war in den 2 tagen auch der schönste Abschnitt. Wer sich über die Radwege im Spreewald informieren möchte, der sollte man unter http://www.spreewald.de schauen. Dort findet man Radwegekarten und kann sich zu den einzelnen Radtouren informieren. Sehr praktisch ist dabei auch die Tatsache, dass man in allen Orten Fahrräder zur Miete findet.

Bodenständige und einfach leckere Gastronomie

Um es vorweg zu nehmen: Ich fand die Restaurants im Spreewald klasse! Ich hatte vorher keine große Vorstellung von den Spezialitäten und der guten Küche der Restaurants. Bis auf die weltbekannte Spreewaldgurke, hätte ich kein typische Gericht des Spreewaldes nennen können. Die Spreewaldgurke ist natürlich überall zu finden und ein echter Exportschlager. Die vielen kleinen Restaurants laden die Gäste ein und wir wurden in keinem Restaurant enttäuscht. Bodenständige Küche wird mit modernen Einflüssen kombiniert und sorgen so für eine erstklassige Küche. Ich kann besonders die Fischgerichte empfehlen und da steht der Spreewald der Gastronomie auf Sylt in nichts nach.

Immer wieder gerne

Nach 5 tagen mussten wir schon wieder den Heimweg antreten und wir hatten wirklich tolle Tage im Spreewald. Der Spreewald ist für uns immer eine Reise wert und wir kommen bestimmt wieder. Es gibt noch so viel zu entdecken und unser nächster Aufenthalt wird wahrscheinlich unter Wellness und Erholung laufen.

 

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